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Schnellputzleisten anbringen

Schnellputzleisten anbringen

Schnellputzleisten anbringen

Einfach

ca. 10 bis 15 Minuten pro Stab (2,5 lfm)

Checkliste

Werkzeug

  • Wasserwaage 196-2 61 cm
  • Mörtelkübel
  • Blechschere
  • Wasserwaage Type 196-2 200cm
  • Richtscheid
  • Maurerkelle
  • LAX300

Der Ziegeluntergrund ist trocken, frei von Staub, Schmutz oder anderen haft-mindernden Rückständen.

 

1. Untergrund auf lotgerechte Lage prüfen

Überprüfen Sie gleichzeitig, ob Ihr Untergrund lotgerecht errichtet wurde.

Beide Arbeitsschritte zusammen helfen Ihnen die Schnellputzleisten so zu positionieren, dass Sie später eine lot- und fluchtgerechte Putzoberflächen erhalten.  

2. Oberfläche prüfen

Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über die Oberfläche der später zu verputzenden Wand. Mit einer großen Wasserwaage oder einen Richtscheid können Sie leicht erkennen ob es in ihren Untergrund Dellen, Wölbungen oder ähnliches gibt. Überprüfen Sie auf diese Weiße den kompletten, zusammenhängenden Untergrund.

3. Wände mit Hilfe eines Lasers prüfen

Bei größeren Flächen kann Ihnen ein kleiner Baulaser (Stabila LAX300) von großem Nutzen sein. Einmal ausgerichtet können Sie sehr schnell und leicht komplette Wände überprüfen.

4. Abweichungen bis 20 m

Mit einem passenden Receiver werden Ihnen Abweichungen auch noch in mehr als 20 m angezeigt.

5. Eckschinenmörtel Fix anrühren

Rühren Sie sich eine kleinere Menge Baumit Eckschienenmörtel Fix an. 

6. Schnellputzleisten zuschneiden

Zum Schneiden von Schnellputzleisten empfehlen wir Ihnen eine handelsübliche Metallschere.

7. Mörtelbatzen auftragen

Tragen Sie den frischen Eckschinenmörtel fix im Abstand von ca. 40 cm auf den Untergrund auf. Beginnen Sie am einfachsten an einem Wandende an.

8. Schnellputzleiste setzen

Setzen Sie umgehend die Schnellputzleiste in den frischen Mörtel ein.

9. Lage prüfen

Überprüfen Sie die richtige Position mit einer Wasserwaage und korrigieren Sie im Bedarfsfall.

10. Weitere Schnellputzleisten setzen

Setzen auf diese Weiße die nächste Schnellputzleiste im Abstand von ca. 1,5 – 1,8 m zur ersten Schnellputzleiste.

11. Lage der Schnellputzleisten prüfen

Anschließend setzen Sie eine dritte Schnellputzleiste zwischen die beiden ersten Schnellputzleisten und überprüfen wieder die korrekte Positionierung. Im Anschluss kontrollieren Sie den richtigen Sitz der Schnellputzleisten untereinander, um eine gleichmäßige, kantenfreie Putzoberfläche zu erzielen.

Durch den weiten Abstand der ersten beiden Schnellputzleisten lassen sich falschen Abstände zur Wand leichter vermeiden. Die nachfolgenden Schnellputzleisten können sie nun im Abstand von 70 bis 80 cm setzen. Überprüfen Sie anschließend die richtige Positionierung mind. Über 3 Schnellputzleisten hinweg.

Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


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