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Eckschienen setzen

Eckschienen richtig verarbeiten

Eckschienen richtig verarbeiten

Einfach

Ca. 5 bis 10 Min. pro Putzschiene

Checkliste

Werkzeug

  • Blechschere
  • Wasserwaage Type 196-2 200cm
  • Richtscheid
  • Maurerkelle
  • Wasserwaage 40 cm

Der Ziegeluntergrund ist trocken, Frei von Staub, Schmutz oder anderen haftmindernden Rückständen
 

1. Eckschiene auf Maß schneiden

Schneiden Sie zuerst die Metalleckwinkel mit einer Metallschere auf die entsprechende Länge zu.

2. Eckschiene richtig schneiden

Schneiden Sie dafür für von beiden Seiten das Drahtgeflecht bis zur Schutzkante durch. Anschließend lassen sich die beiden Teile mit einer Drehbewegung leicht trenne.

3. Eckschienenmörtel Fix anrühren

Anschließend rühren Sie die benötigte Menge Eckschienenmörtel Fix mit Wasser in einem sauberen Eimer o. ä. an. Angaben zu den benötigten Wassermengen finden Sie auf der Rückseite des Sacks und im technischen Merkblatt. Das Material ist ca. 30 bis 45 Minuten nach dem Anrühren verwendbar. Passen Sie die Menge entsprechend an.

4. Eckschienenmörtel auftragen

Zum Setzen der Metalleckwinkel tragen Sie Mörtelbatzen in einem Abstand von ca. 40 cm auf das Mauerwerk auf.

5. Eckschiene setzen und mit Wasserwaage ausrichten

Setzen Sie den Metallwinkel in den frischen Mörtel und überprüfen Sie mit einer Wasserwaage die lotgerechte Position.

Verwenden Sie nur rostfreie Eckschienen für den Außenbereich.

6. Position der Eckschiene prüfen

Mit einer langen Wasserwaage können Sie mit den zuvor gesetzten Schnellputzleisten leicht die richtige Positionierung zur Fassade hin überprüfen. Die Wasserwaage soll dabei die Eckschiene und jeweils mindestens eine Schnellputzleiste rechts und links davon überbrücken.

7. Eckschienenmörtel durchtrocknen

Bevor Sie mit den Verputzarbeiten weitermachen, sollte der Mörtel ca. 2 bis 3 Tage abtrocknen.

Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


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