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Eckschienen setzen

Eckschienen richtig verarbeiten

Eckschienen richtig verarbeiten

Einfach

Ca. 5 bis 10 Min. pro Putzschiene

Checkliste

Werkzeug

  • Wasserwaage lang
  • Wasserwaage lang

    • Messen mit Präzision

      Eine Wasserwaage ist ein Präzisionsmessgerät. Wenn Sie Alles dafür tun, damit die Fläche in Waage ist oder wirklich im 90° Winkel steht, muss dies Ihre Wasserwaage auch präzise messen können.

      Daher muss die Libelle auch wenn die Wasserwaage 200 mal auf der Baustelle umgefallen ist immer noch genau anzeigen.

    • Exakt gearbeitete Profile, auch bei größeren Längen

      Neben der Libelle ist der Körper der Wasserwaage von großer Bedeutung. Auch bei längeren Wasserwaagen zwischen 150 und 200 cm muss dieser auf den Millimeter genau gearbeitet sein und muss den rauen Umgang auf der Baustelle ohne Verformung widerstehen.

      Praktisch finden wir an diesem Modell die roten Gummipuffer an beiden Enden, die einen Sturz dämpfen können.

    • Praktischer Umgang mit Haltegriffen

      Auch sehr praktisch bei größeren Längen der Wasserwaage ist ein Modell mit Haltegriffen.

      Zusammen mit dem sehr robusten Rahmen ist das Arbeiten sehr angenehm und sicher nicht von kurzer Dauer.

  • Blechschere
  • Blechschere

    • Blechschere mit Hebelwirkung

      Zum Zuschneiden von Blechprofilen, Sockelprofilen, etc. benötigen Sie eine gute Blechschere.

      Auch wenn man vermutlich nicht viele Schnitte beim Setzen dieser Profile macht, ist es sehr angenehm, wenn die Schere sehr gut schneidet und man dafür nicht viel Kraft aufwenden muss.

      Die Bessey EDRI D 15A hat eine Hebelübersetzung und liegt gut in der Hand. Damit wird der Kraftaufwand merklich verkleinert Ihnen gelingen gute Ergebnisse.

    • Mit kleinem, wendigen Scherenkopf für genaues Arbeiten

      Mit dem kleinen Scherenkopf gelingen Ihnen auch filigranere Schnitte mit denen größere Blechscheren so Ihre Mühe haben.

  • Maurerkelle
  • Maurerkelle

    • Mörtel, Putze und Spachteln verarbeiten

      Mit einer Maurerkelle können Sie Mörtel, Putze und Spachtel in kleinen Mengen anmischen und den frischen Mörtel auf die Glättkelle legen. Für größere Mengen ist ein elektrischen Rührwerk deutlich besser geeignet.

      Wir empfehlen auch hier den Einsatz von rostfreien Kellen. Praktisch ist ein 2K-Griff und ein Fingerstopper für ein angenehmes Handling.

      Üblicherweise nimmt man eine 160 mm Kelle. Es gibt jedoch auch kleinere, aber auch größere Kellen für Heimwerker mit mehr oder weniger Kraft.

  • Wasserwaage kurz
  • Wasserwaage kurz

    • akute Messungen auf kurzen Distanzen

      Egal ob beim Fensterbankeinbau, dem Setzen einer Anputzleiste oder auch beim Einbau einer Küche und im Trockenbau. Zum Messen von waagerechten Flächen oder vertikaler Ausrichtung auf kurzen Distanzen benötigen Sie, genau wie bei langen Messtrecken, eine Präzisionswasserwaage.

      Weder darf sich das Profil verbiegen, noch darf die Messlibelle, auch nach mehrfachen Stößen, an Genaugigkeit verlieren. Es ist sehr ärgerlich, wenn Ihr akurates Arbeiten am Objekt durch eine ungenaue Messung beeinträchtigt wird.

      Daher empfehlen wir Ihnen bei solchen Werkzeugen keine Kompromisse einzugehen und setzen Sie auch Profiqualität.

Der Ziegeluntergrund ist trocken, Frei von Staub, Schmutz oder anderen haftmindernden Rückständen

 

1. Eckschiene auf Maß schneiden

Schneiden Sie zuerst die Metalleckwinkel mit einer Metallschere auf die entsprechende Länge zu.

2. Eckschiene richtig schneiden

Schneiden Sie dafür für von beiden Seiten das Drahtgeflecht bis zur Schutzkante durch. Anschließend lassen sich die beiden Teile mit einer Drehbewegung leicht trenne.

3. Eckschienenmörtel Fix anrühren

Anschließend rühren Sie die benötigte Menge Eckschienenmörtel Fix mit Wasser in einem sauberen Eimer o. ä. an. Angaben zu den benötigten Wassermengen finden Sie auf der Rückseite des Sacks und im technischen Merkblatt. Das Material ist ca. 30 bis 45 Minuten nach dem Anrühren verwendbar. Passen Sie die Menge entsprechend an.

4. Eckschienenmörtel auftragen

Zum Setzen der Metalleckwinkel tragen Sie Mörtelbatzen in einem Abstand von ca. 40 cm auf das Mauerwerk auf.

5. Eckschiene setzen und mit Wasserwaage ausrichten

Setzen Sie den Metallwinkel in den frischen Mörtel und überprüfen Sie mit einer Wasserwaage die lotgerechte Position.

Verwenden Sie nur rostfreie Eckschienen für den Außenbereich.

6. Position der Eckschiene prüfen

Mit einer langen Wasserwaage können Sie mit den zuvor gesetzten Schnellputzleisten leicht die richtige Positionierung zur Fassade hin überprüfen. Die Wasserwaage soll dabei die Eckschiene und jeweils mindestens eine Schnellputzleiste rechts und links davon überbrücken.

7. Eckschienenmörtel durchtrocknen

Bevor Sie mit den Verputzarbeiten weitermachen, sollte der Mörtel ca. 2 bis 3 Tage abtrocknen.

Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


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