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Fensterabdichtung und Laibungsplatte kleben

Mineralwolle Fensterabdichtung und Laibungsplatte kleben

Mineralwolle Fensterabdichtung und Laibungsplatte kleben

Mittel

ca. 20 bis 40 Minuten pro Fenster

Checkliste

Werkzeug

  • Zahnkelle 10x10 mm
  • Zahnkelle 10x10 mm

    • Spachtel und Armierungsmassen kontrolliert auftragen

      Eine Zahnkelle ist eine Glättkelle bei der 2 Seiten mit einer Zahnung versehen sind. In diesem Fall ist die Zahnung 10 x 10 mm

      Sie hilft dabei, Spachtel und Armierungsmassen in einer kontrollierten Auftragsdicke auf den Untergrund aufzutragen. Ist die Spachtelmassen erst einmal an der Wand kann man nicht mehr erkennen wie dick die Spachtelung ist. 

      Ziehen Sie jedoch die Spachtel mit einer 10 mm Zahnkelle auf, sehen Sie den Untergrund und die Dicke der Spachtelmasse. Anschließend wird die frische Spachtelung mit einem Flächenglätter oder einer Kartätsche geschlossen abgezogen.

      Wie so häufig empfehlen wir eine rostfreie Version mit Softgriff, weil es angenehmer ist mit einer solchen Kelle zu arbeiten.

  • Maurerkelle
  • Maurerkelle

    • Mörtel, Putze und Spachteln verarbeiten

      Mit einer Maurerkelle können Sie Mörtel, Putze und Spachtel in kleinen Mengen anmischen und den frischen Mörtel auf die Glättkelle legen. Für größere Mengen ist ein elektrischen Rührwerk deutlich besser geeignet.

      Wir empfehlen auch hier den Einsatz von rostfreien Kellen. Praktisch ist ein 2K-Griff und ein Fingerstopper für ein angenehmes Handling.

      Üblicherweise nimmt man eine 160 mm Kelle. Es gibt jedoch auch kleinere, aber auch größere Kellen für Heimwerker mit mehr oder weniger Kraft.

  • Dämmstoffmesser
  • Dämmstoffmesser

    • Zuschneiden von Mineralwolle oder Styropor (EPS)

      Zum Zuschneiden von Mineralwolleplatten für die Fassade bis ca. 8 cm Dicke ist ein Dämmstoffmesser gut geeignet. Für Lamellen-Platten sogar bis 10 oder 12 cm.

      Die Mineralwoll-Fassadendämmplatten sind im Vergleich zu Klemmwolle sehr fest in der Struktur. Daher empfehlen wir bei größeren Dämmstoffdicken eher eine Säge.

      Für EPS-Dämmplatten ist die gezahnte Seite des Dämmstoffmessers. Auch hier würden wir für Dämmstoffdicken ab 8 cm eher eine Styroporsäge oder eine Styropor-Schneidgerät empfehlen.

  • Wasserwaage kurz
  • Wasserwaage kurz

    • akute Messungen auf kurzen Distanzen

      Egal ob beim Fensterbankeinbau, dem Setzen einer Anputzleiste oder auch beim Einbau einer Küche und im Trockenbau. Zum Messen von waagerechten Flächen oder vertikaler Ausrichtung auf kurzen Distanzen benötigen Sie, genau wie bei langen Messtrecken, eine Präzisionswasserwaage.

      Weder darf sich das Profil verbiegen, noch darf die Messlibelle, auch nach mehrfachen Stößen, an Genaugigkeit verlieren. Es ist sehr ärgerlich, wenn Ihr akurates Arbeiten am Objekt durch eine ungenaue Messung beeinträchtigt wird.

      Daher empfehlen wir Ihnen bei solchen Werkzeugen keine Kompromisse einzugehen und setzen Sie auch Profiqualität.

Im Bedarfsfall ist die neue Fensterbank montiert. Der Untergrund wurde auf Tragfähigkeit geprüft. Hohl liegender Altputz wurde abgeschlagen und oberflächenbündig wieder mit Kalkzementputz ausgebessert. Vor dem Setzen der Dämmplatten muss der Kalkzementputz komplett durchgetrocknet sein. Den Untergrund gründlich, zum Beispiel mit einem Hochdruckreiniger, von Staub und Schmutz befreien. Bei kreidenden oder sandenden Altputzen empfehlen wir nach der Reinigung eine Grundierung mit Baumit Tiefengrund.

Die Arbeiten dürfen nur bei Temperaturen über 5 °C (Umgebungs- und Bauteiltemperatur) und möglichst nicht über 30 °C ausgeführt werden. Der Klebespachtel Allround ist ein Zementprodukt und damit alkalisch. Schützen Sie sich mit entsprechender Arbeitskleidung (Handschuhe, Brille, etc.). Achten sie auf Ihre eigene Sicherheit beim Arbeiten an der Fassade. Verwenden Sie geeignete Steighilfen wie Leitern oder Arbeitsgerüste.                   

 

1. Fugendichtband an obere Kante des Fensterbank-Endstücks bringen.

Bevor Sie mit dem Kleben der Laibungsplatte beginnen wird das Fugendichtband um die Fensterbank geklebt.

Beginnen Sie mit der oberen Kante des Fensterbank- Endstückes.

2. Abschlusskante Oberputz berücksichtigen

Da der Oberputz später mit der Abschlusskante des Fensterbank-Endstückes abschließend soll, muss der Platz für die Armierungsschicht und die Dicke des späteren Oberputzes berücksichtigt werden. In unserem Beispiel haben wir 4 mm für die Armierungsspachtel sowie 6 mm für einen groben Strukturputz vorgesehen und damit das Fugendichtband 10 mm von der Abschlusskante gesetzt. 

3. Länge des Fugendichtbands

Berücksichtigen Sie bei der Länge die Dicke der späteren Fassaden-Dämmplatte sowie der Kleberschicht unter der Platte von ca. 6 - 10 mm. So bemessen soll das Fugendichtband später oberflächenbündig mit der Fassadendämmplatte abschließen.

4. Fugendichtband an Seite des Endstücks anbringen

Kleben Sie ein weiteres Stück Fugendichtband auf die seitliche Kante des Fensterbank-Endstückes.

5. Fugendichtband unter der Fensterbank

Mit dem Fugendichtband unter der Fensterbank wird die Abdichtung um die Fensterbank komplettiert. Auch hier soll das Fugendichtband möglichst mit der Fassaden-Dämmplatte bündig abschließen, d. h. auch hier ist die Dämmplattendicke und die Kleberschicht (6 - 10 mm) bei der Positionierung zu berücksichtigen.

6. Hinweis

Beachten Sie beim Zuschnitt der Laibungsplatte, dass sich das Fugendichtband ausdehnt und daher einen Spielraum von ca. 5 mm benötigt um für die gewünschte Dichtigkeit zu sorgen. Die Laibungsplatte sollte der Länge entsprechend angepasst werden. 

7. Klebespachtel Allround anrühren

Zum Anmischen des Klebespachtel Allround füllen Sie einen Mörtelkübel mit Anmachwasser. Die empfohlene Wassermenge finden Sie auf der Rückseite des Sacks. Anschließend geben Sie den Klebespachtel Allround hinzu und rühren ihn solange durch, bis eine homogene, knötchenfreie Masse entsteht. Hierfür eignet sich ein elektrischer Rührwerk besonders gut.

8. Klebespachtel in Laibung auftragen

Anschließend tragen sie vollflächig Kleber in die Laibung auf. Schneiden Sie mit einem Dämmstoffmesser oder einem Fuchsschwanz die Laibungsplatte nach Bedarf zu. Die Laibungsplatte soll direkt auf dem Fensterrahmen und der späteren Fassadendämmplatte aufliegen. Aus diesem Grund ist ca. 10 mm für die Kleberschicht der Fassadendämmplatte zu berücksichtigen. Beispiel: Von der Fassadenoberfläche bis zum Fensterrahmen sind es 10 cm. Unter Berücksichtigung des späteren Klebers der Fassaden-Dämmplatten müssen Sie die Laibungsplatte mit einer Breite von 11 cm zuschneiden.

9. Laibungsplatte vollflächig mit Klebespachtel versehen

Tragen Sie auf die zugeschnittene Laibungsplatte den Klebespachtel Allround vollflächig auf.

10. Klebespachtel komplett aufzahnen

Zahnen Sie im Anschluss den Klebespachtel Allround mit einer Zahntraufel (10 oder 14 mm) auf.

11. Laibungsplatte einpassen

Passen Sie nun die vorbereitete Laibungsplatte ein.

12. Fugeisen als Hilfe

Damit das Ankleben der Platte leichter fällt, empfehlen wir Ihnen das Fugendichtband mit einem Fugeisen nach unten zu drücken um so die Platte problemlos richtig zu positionieren.

13. Weitere Laibungsplatten setzen

Anschließend können Sie die weiteren Laibungsdämmplatten wie zuvor beschrieben setzen. In der Praxis ist es häufig am einfachsten zuerst die seitlichen Laibungsplatte und abschließend die obere Laibungsplatte zu setzen.

Fragen und Antworten

Fördert eine Fassadendämmung die Schimmelbildung?

Im Zusammenhang mit der Fassadendämmung zur Energieersparnis und Senkung der Heizkosten taucht häufig die Frage auf, ob eine Dämmung die Schimmelbildung fördert und das Risiko feuchter Wände erhöht. Dies ist nicht der Fall, denn die Feuchtigkeit der Raumluft schlägt sich in den Bereichen nieder, wo sie auf kalte Flächen trifft. Das beste Beispiel sind Fenster, die im Winter zu Schimmelbildung in den Ecken und Laibungen neigen. Eine fachkundig angebrachte Wärmedämmung ist in Kombination mit dem richtigen Lüften eine effektive Maßnahme gegen Schimmel und schont obendrein den Geldbeutel. Durch die Dämmung wird die Innentemperatur der Außenwände erhöht und Schimmelbildung effektiv vorgebeugt.


Rechnet sich eine Fassadendämmung?

Die Fassadendämmung rechnet sich bei allen Objekten, in denen aufgrund der älteren Baumaterialien oder ihres langen Bestands viel Energie nach außen dringt. Auch wenn die Kosten auf den ersten Blick wie eine finanzielle Mehrbelastung erscheinen, lässt sich entweichende und somit mehr verbrauchte Energie durch eine Dämmung vermeiden. Ein weiterer Vorteil im Hinblick auf die Effizienz einer Fassadendämmung ist die Tatsache, dass zur Schimmelbeseitigung ergriffene Maßnahmen vermieden und somit Kosten gespart werden können. Schimmel tritt dort auf, wo warme und feuchte Raumluft auf kalte Areale und somit auf nicht gedämmte Außenwände oder Decken auftrifft. Steigende Energiekosten tun ihr übriges zur Dämmeffizienz.


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