Betonboden mit standfester Spachtelmasse ausbessern / sanieren
In dieser Anleitung erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du einen beschädigten Betonboden fachgerecht ausbessern kannst – am praktischen Beispiel eines Betonstegs im Außenbereich. Wir zeigen eine oberflächige Sanierung des Betonbodens, bei der die Stahlbewehrung noch in intakt ist.
Mit den richtigen Materialien und etwas handwerklichem Geschick bringst du den Betonboden wieder in Form.
- Schwierigkeit
- Mittel
- Verarbeitungsdauer
- ca. 10 bis 30 Minuten pro m²
Deine Checkliste
Wichtige Hinweise
Wichtig bei Stahlbewehrung:
Ist Bewehrungsstahl vorhanden (schadhaft rostig), muss es freigelegt und gründlich entrostet werden. Achte darauf, dass die spätere Mörtelüberdeckung mindestens 2,5 bis 5 cm beträgt – nur so ist der Stahl dauerhaft geschützt.
Durch die vielfältigen Baustellengegebenheiten können die von uns gezeigten Arbeitsschritte nicht alle Einzelfälle berücksichtigen. Sie zeigen den aktuellen Stand unserer Erfahrungen zum Zeitpunkt der Erstellung der Bilder und sind daher unverbindlich. Beachte in jedem Fall die Vorgaben des Herstellers der eingesetzten Produkte und Werkzeuge. Stand: Juli 2025.
Verarbeitungsanleitung
Entferne alle schadhaften, losen und brüchige Stücke oder Schichten vom Betonboden. Verwende dazu einen Maurerhammer, bei Bedarf auch in Kombination mit einem Flachmeißel.
Tipp: Bei tieferen Schadstellen oder zum Freilegen von Armierungseisen sparst du dir mit einem elektrischen Abbruchhammer Zeit und Kraft.
Reinige die Bodenfläche gründlich von Staub, Schmutz und anderen haftungsmindernden Rückständen. Ein Hochdruckreiniger ist dabei hilfreich. Moos- oder Algenbeläge werden restlos mit dafür geeigneten Reinigern entfernt.
Nach der vollständigen Abtrocknung (frühestens nach 4 Tagen bei guter Witterung) empfehlen wir die Fläche mit Baumit Tiefengrund zu grundieren.
Der eingesetzte Gefälle- und Betonspachtel Fix ist ein sehr schnell abbindender Spezialspachtel.
Tipp: Definiere vor dem Einbau des Spachtels die gewünschte Höhe mit einer Schalung. So arbeitest du innerhalb der kurzen Verarbeitungszeit deutlich entspannter.
Mit dem Setzen der Schalung kannst du auch gleich ein gewünschtes oder gefordertes Gefälle berücksichtigen und einplanen.
Mische den Baumit Gefälle- und Betonspachtel Fix mit sauberem, kühlem Wasser in einem ausreichend großen Mörteleimer. Verwende dazu ein elektrisches Rührwerk.
Die Mischzeit muss mindestens 2 Minuten betragen. Bei einer kürzeren Mischzeit kann sich die Verarbeitungszeit des Spachtels deutlich verkürzen.
Achtung: Mische nur so viel Material an, wie du in 10 Minuten verarbeiten kannst.
Trage den frisch angemischten Gefällespachtel sofort auf die vorbereitete Betonfläche auf und verziehe den Spachtel grob.
Mit einer geraden Holzlatte, einer Alu-Abziehlatte oder einer Kartätsche ziehst du den frischen Spachtel eben ab.
Die vorher gesetzte Schalung hilft dir dabei, die gewünschte ebene Fläche innerhalb der maximalen Verarbeitungszeit von 20 Minuten zu erreichen.
Bereits nach ca. 20 bis 30 Minuten kannst du die Oberfläche nachbearbeiten – z. B. glätten oder abscheiben.
Auf unserer Baustelle haben wir die Oberfläche mit einer Schwammscheibe bzw. Filzscheibe gefilzt, um eventuelle Kanten zu begradigen.
Um die Rutschfestigkeit zu verbessern, raust du die Oberfläche abschließend mit einer groben Bürste oder einem Straßenbesen auf. So erhält die Fläche eine griffige Struktur.
Ziehe mit der Kelle einen sauberen Schnitt entlang der Schalung. So lässt sich die Schalung später leichter entfernen und du erhältst gerade, saubere Kanten ohne Ausbrüche.