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Kellerabdichtung Schritt 2

Dichtschlämme flexibel auftragen

Dichtschlämme flexibel auftragen

Die von uns empfohlene Kellerabdichtung ist die mineralische Baumit Dichtschlämme flexibel. Sie ist geprüft, zertifiziert und damit als Bauwerksabdichtung bauaufsichtlich zugelassen.

Kellerabdichtung  

Vorteile einer mineralischen Abdichtung

  • Die Verarbeitung und die Reinigung der Werkzeuge ist einfach und schnell
  • Zusammen mit einem Spritzbewurf in der obersten Lage, ist die Dichtschlämme flexibel im Vergleich zu bituminösen Abdichtungen überputzbar
  • Rißüberbrückend, kein zusätzliches Vlies oder Gewebe erforderlich
  • Einkomponentig, einfach mit sauberen Wasser anrühren
  • Zugelassen für alle Lastklassen wie Bodenfeuchte (DIN 18195, Teil 4), nichtstauendes Sickerwasser (DIN 18195, Teil 4), zeitweise stauendes Sickerwasser (DIN 18195, Teil  6) sowie von außen drückendes Wasser (DIN 18195, Teil 6)

Auftragen in 2 Lagen
Die Baumit Dichtschlämme flexibel wird in zwei Lagen aufgetragen. Rühren Sie dafür die Dichtschlämme flexibel entsprechend den Angaben auf dem Sack bzw. dem Technischen Merkblatt mit Wasser an. Am einfachsten lässt sich die Dichtschlämme in einer spachtelfähigen Konsistenz verarbeiten. Für die erste Lage (1) tragen Sie den frischen Mörtel mit einer Glättkelle oder Spachtel in einer Spachteldicke von ca. 2 mm flächig auf.

Die zweite Lage Dichtschlämme flexibel (2) können Sie auftragen, sobald die erste Lage soweit abgetrocknet ist, dass die untere Lage beim Aufspachteln der zweiten Lage nicht beschädigt wird. In der Regel ist dies nach ca. 3 Stunden der Fall. Die Zweite Lage sollte eine Spachteldicke von ca. 1-2 mm erreichen. Bereits abgebundenes Material darf nicht mehr neu aufgemischt werden.

Anschluss zum Sockelputz fachgerecht ausführen
Im Sockel muss die Abdichtung bis ca. 5 cm über die Horizontalabdichtung (Mauerwerkssperre) aufgetragen werden mindestens jedoch 30 cm über der späteren Geländeoberkant

Als Haftbrücke für den Sockelputz (4) wird in die zweite, noch frische Lage der Dichtschlämme flexibel der Baumit Saniervorspritzmörtel 50% (3) deckend aufgespritzt. D.h. die Dichtschlämme darf beim Aufspritzen des Vorspritzmörtels nicht abgetrocknet sein, um eine optimale Verbindung zwischen den Materialien zu erzielen. Da häufig die genaue Höhe des Geländeanschlusses in dieser Phase noch nicht bekannt ist, empfehlen wir den Saniervorspritzmörtel eher etwas großflächiger aufzutragen. So bleiben Sie später mit der Höhe der Geländeoberkante (Kiesschüttung, Pflastersteine etc.) am Sockel flexibler.


Nach einer Trocknungszeit von mindestens 3 Tagen können Sie den Sockelputz (4) auftragen. Achten Sie darauf, den unteren Abschluss der Putzlage in einem Winkel von 45° auslaufen zu lassen.

Endbeschichtung auf dem Sockel (5)

Sockelbesichtung mit Mosaikputz

Je nach Wunsch können Sie den Sockelputz beschichten mit:
    Zementsockelputz als dünnlagigen Oberputz, gefilzt und abschließendem Anstrich (z.B. Silikonfarbe Fassade oder Silikatfarbe Fassade)
  • Mosaikputz
  • Silikatputz (wenn davor eine Kiesschüttung für ausreichend Feuchtigkeitsabführung sorgt)
  • Klinkerriemchen
  • Fliesen
  • Etc.

Mineralische Dekorputze aus dem Sack (z.B. Scheibenputz oder Münchner Rauputz) sind für den Einsatz im Sockel nicht geeignet. Sie besitzen nicht die ausreichende Festigkeit, um den auftretenden Belastungen dauerhaft widerstehen zu können.

Frühestens nach dem Durchtrocknen der Endschichtung wird die finale Abdichtung (6) des Sockelputzes mit Baumit Dichtschlämme flexibel bis 5 cm über Gelände-Oberkante aufgetragen. Zum Schutz vor Beschädigung wird eine vlieskaschierte Noppenbahn (7) vor die Abdichtung gestellt bevor die Baugrube mit Erdreich verfüllt wird. Dabei zeigt die Seite mit dem Vlies nach außen zum Erdreich hin. Achten Sie darauf, dass das verwendete Erdreich wasserdurchlässig ist.

Bei Gebäuden an Hängen oder bekannten Schichtenwasser oder Sickerwasser ist der Einbau einer Gebäudedrainage sehr sinnvoll und in bestimmten Fällen erforderlich.

 


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Anleitungen

Weiterführende Inhalte

Fragen und Antworten

Was kann passieren, wenn man auf stark saugenden Untergründen keine Vorbehandlung durchführt?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser angerührt. Durch eine Reaktion im Putz kommt es zur Verfestigung. Wird dem Putz durch stark saugende Untergründe, aber auch durch hohe Temperaturen, Wind oder zu starke Sonneneinstrahlung zu schnell das Anmachwasser entzogen, reicht das Restwasser eventuell nicht mehr aus, um die Erhärtung vollständig abzuschließen. Dadurch erreicht der Putz nicht die benötigte Festigkeit. Dies können Sie an einem Absanden an der Oberfläche erkennen, d. h. beim Abwischen der Putzfläche mit der Hand bemerken Sie ein herunterrieseln von Putzmaterial. Ebenfalls lässt sich eine geringere Festigkeit beobachten, wenn man mit einem Schraubenzieher o. ä. den Putz aufkratzt. Erfahrene Putzer sprechen vom Verbrennen des Putzes. Häufig kommt es dabei auch zu Schwindrissen in der Putzoberfläche.


Warum muss der Außenputz zweilagig verarbeitet werden?

Zement verliert während der Abtrocknung an Volumen, d.h. der Zement schwindet. Dadurch kann es zu feinen Haarrissen in der Putzlage kommen. Dies wird umso deutlicher erkennbar, je dicker die Putzlage ist. Dabei wird die Funktion des Außenputzes durch diese feinen Haarrisse nicht beeinträchtigt. Sie werden mit der 2. Putzlage komplett abgedeckt. Da der Oberputz häufig nur mit einer geringen Putzdicke aufgebracht wird, hat die Schwindung in dieser zweiten Lage keine Auswirkungen.

Warum darf ein Kalkzementputz nur maximal 20 mm in einer Putzlage aufgetragen werden?

Auch hier ist das Schwindverhalten des Zementes der Hauptgrund. Ab einer Auftragsstärke von mehr als 20 mm kommt es häufig zu Rissen in der Putzlage, welche die Breite von Haarrissen deutlich übersteigen. Neben den deutlich sichtbaren Rissen ist auch die Schutzfunktion beeinträchtigt. Desweiteren kann es passieren, dass das Gewicht des frischen Putzes die Haftfähigkeit am Untergrund übersteigt und der frische Putz von der Wand rutscht.

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