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Verputzen von Holz

Prinzipiell gilt die Aussage: Holz ist ein nicht zu verputzender Untergrund! Dies gilt gleich aus mehreren Gründen.
 
Bewegungen von "lebendem" Holz
Bei Brettern aus dem Stamm oder Leimhölzern ist die Holzfaser ganz oder über weite Strecken intakt. Dadurch können sich die Hölzer bei Feuchtigkeitveränderung verziehen, verdrehen oder reißen. Es findet eine Verformung statt. Ein Putzsystem hingegen ist ein starres System, d.h. nach der Erhärtung finden keine Bewegungen mehr statt. Kommt es zu einer Bewegung (verziehen, verdrehen etc.) im Untergrund, kann sich der Putz nicht mehr am Holz verkrallen. Putzschäden in Form von Rissen oder Ablösungen sind die Folge.

Wasserfest verleimte Verlegeplatten
Zum Zweiten gibt es zerspannte Hölzer, welche mit Leim zu wasserfesten Brettern verarbeitet wurden (z.B. OSB oder P3-Platten). Auch hier besteht das Problem, dass ein starres Putzsystem nicht auf diese Platten aufgetragen werden darf. Im Falle eines heftigen Stoßes auf die Platte von außen könnte es passieren, dass sich der Putz flächig vom Untergrund löst. Es ist jedoch möglich, diese wasserfest verleimten Holzplatten mit einem Wärmedämmverbundsystem zu beschichtet. Hierzu werden EPS-Fassadendämmplatten von 4 bis 20 cm Dicke mit einem speziellen Kleber (Baumit Holzcontact Dispersionskleber) geklebt und mit speziellen Dübeln für Holzuntergründe verankert. Lesen Sie dafür im Bereich Fassadendämmung weiter.

 


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Anleitungen

Fragen und Antworten

Was kann passieren, wenn man auf stark saugenden Untergründen keine Vorbehandlung durchführt?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser angerührt. Durch eine Reaktion im Putz kommt es zur Verfestigung. Wird dem Putz durch stark saugende Untergründe, aber auch durch hohe Temperaturen, Wind oder zu starke Sonneneinstrahlung zu schnell das Anmachwasser entzogen, reicht das Restwasser eventuell nicht mehr aus, um die Erhärtung vollständig abzuschließen. Dadurch erreicht der Putz nicht die benötigte Festigkeit. Dies können Sie an einem Absanden an der Oberfläche erkennen, d. h. beim Abwischen der Putzfläche mit der Hand bemerken Sie ein herunterrieseln von Putzmaterial. Ebenfalls lässt sich eine geringere Festigkeit beobachten, wenn man mit einem Schraubenzieher o. ä. den Putz aufkratzt. Erfahrene Putzer sprechen vom Verbrennen des Putzes. Häufig kommt es dabei auch zu Schwindrissen in der Putzoberfläche.


Warum muss der Außenputz zweilagig verarbeitet werden?

Zement verliert während der Abtrocknung an Volumen, d.h. der Zement schwindet. Dadurch kann es zu feinen Haarrissen in der Putzlage kommen. Dies wird umso deutlicher erkennbar, je dicker die Putzlage ist. Dabei wird die Funktion des Außenputzes durch diese feinen Haarrisse nicht beeinträchtigt. Sie werden mit der 2. Putzlage komplett abgedeckt. Da der Oberputz häufig nur mit einer geringen Putzdicke aufgebracht wird, hat die Schwindung in dieser zweiten Lage keine Auswirkungen.

Warum darf ein Kalkzementputz nur maximal 20 mm in einer Putzlage aufgetragen werden?

Auch hier ist das Schwindverhalten des Zementes der Hauptgrund. Ab einer Auftragsstärke von mehr als 20 mm kommt es häufig zu Rissen in der Putzlage, welche die Breite von Haarrissen deutlich übersteigen. Neben den deutlich sichtbaren Rissen ist auch die Schutzfunktion beeinträchtigt. Desweiteren kann es passieren, dass das Gewicht des frischen Putzes die Haftfähigkeit am Untergrund übersteigt und der frische Putz von der Wand rutscht.

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