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Putze für Kelleraußenwände

Gemeint sind hier Wandflächen unterhalb der Erdoberfläche, welche abschließend mit einer Abdichtung versehen werden müssen. Da Abdichtungen häufig nur dann direkt auf das Mauerwerk aufgetragen werden können, wenn das Mauerwerk absolut gleichmäßig ist (< 5 mm Oberflächenprofilierung) sowie alle Fugen (> 5mm) verschlossen sind, wird in der Praxis vorab häufig ein Kellerwandaußenputz aufgetragen. Selbst im Neubau werden die geforderten Werte an die Oberfläche oft nicht erreicht.
 
Neubau
Als Kellerwandaußenputz im Neubau empfehlen wir, vor dem Auftragen der Abdichtung einen Unterputz mit Baumit Zementsockelputz aufzubringen. Als Untergrundvorbereitung wird im Neubau zuvor Baumit Haftgrundierung aufgetragen.

Renovierung und Sanierung

Im Altbau- und Sanierungsbereich kann auf trockenem, unbelasteten Mauerwerk mit dem Baumit Zementsockelputz gearbeitet werden. Als Untergrundvorbereitung wird ein 50% deckender Spritzbewurf mit Zementmörtel oder bei schwach bis nicht saugendem Mauerwerk ein volldeckender Spritzbewurf mit Zementmörtel aufgebracht. Bei Feuchteschäden im Mauerwerk sowie salzbelasteten Untergründen kann Baumit Sperrputz als Grundputz verwendet werden. Das Mauerwerk muss vor dem Putzauftrag allerdings oberflächlich abgetrocknet sein.
 


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Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


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