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Dämmplatten kleben und armieren

Mineralwolle-Dämmplatten kleben und armieren

Mineralwolle-Dämmplatten kleben und armieren

Mittel

ca. 15 bis 20 Min. pro Quadratmeter

Checkliste

Werkzeug

  • WDVS Schleifbrett ohne Schleifpapier
  • Mörtelkübel
  • Dämmstoffsäge
  • Zahntraufel 10 mm
  • Stahltraufel
  • Elektrisches Rührwerk
  • Richtscheid
  • Maurerkelle
  • Fugeisen
  • Dämmstoffmesser
  • Fassadenspachtel

Der Untergrund wurde auf Tragfähigkeit geprüft. Hohl liegender Altputz wurde abgeschlagen und oberflächenbündig wieder mit Kalkzementputz ausgebessert. Vor dem Setzen des Dämmplatten muss der Kalkzementputz komplett durchgetrocknet sein. Den Untergrund gründlich, zum Beispiel mit einem Hochdruckreiniger, von Staub und Schmutz befreien. Bei kreidenden oder sandenden Altputzen empfehlen wir nach der Reinigung eine Grundierung mit Baumit Tiefengrund.

Die Arbeiten dürfen nur bei Temperaturen über 5°C (Umgebungs- und Bauteiltemperatur) und möglichst nicht über 30°C ausgeführt werden. Klebespachtel ist ein Zementprodukt und damit alkalisch. Schützen Sie sich mit entsprechender Arbeitskleidung (Handschuhe, Brille, etc.). Achten sie auf Ihre eigene Sicherheit beim Arbeiten an der Fassade. Verwenden Sie geeignete Steighilfen wie Leitern oder Arbeitsgerüste.

 
 

1. Mineraltherm Beschichtung

Die Mineralwoll-Dämmplatte von Baumit ist einseitig beschichtet. Auf die gelbliche, unbeschichtete Seite wird später der Kleber aufgetragen. Auf die helle, weiß schimmernde Seite wird später die Armierungsspachtel aufgezogen.

2. Mineraltherm mit Messer zuschneiden

Zum Schneiden von Mineralwoll-Dämmplatten bis ca. 25 - 30 cm eignet sich ein Dämmstoffmesser. 

3. Mineraltherm mit Säge zuschneiden

Stärkere Dämmplatten sollten Sie mit einem Fuchsschwanz oder ähnlich zuschneiden

4. Klebespachtel Allround anrühren

Zum Anmischen des Klebespachtel Allround füllen Sie einen Mörtelkübel mit Anmachwasser. Die empfohlene Wassermenge finden Sie auf der Rückseite des Sacks. Anschließend geben Sie den Klebespachtel Allround hinzu und rühren ihn solange durch, bis eine homogene, knötchenfreie Masse entsteht. Hierfür eignet sich ein elektrischer Rührwerk besonders gut. 

5. Mineraltherm Pressspachtelung

Anschließend tragen sie zuerst eine sogenannte Pressspachtelung auf die unbeschichtete Klebeseite auf. Dabei wird der frische Klebespachtel mit mittleren Druck vollflächig auf die Mineralwoll-Dämmplatte aufgetragen. Die Platte soll dabei komplett mit Klebespachtel versehen werden, die Schichtdicke beträgt in der Regel 1 bis 2 mm.

6. Mineraltherm umlaufende Kleberwulst

Gleich im Anschluss tragen Sie mit einer rostfreien Maurerkelle eine umlaufende Klebewulst auf die Dämmplatte auf. Der Wulst soll mindestens 4 bis 6 cm breit sein.

7. Mineraltherm mit Klebepunkten versehen

Mit zwei weiteren Klebepunkten auf der Platte können Sie jetzt die Dämmplatte umgehend an den vorbereiteten Untergrund kleben.

Achten sie darauf, dass die Stoß- und Lagerfuge kleberfrei bleiben, um spätere Wärmebrücken zu verhindern.

8. Mineraltherm andrücken

Drücken Sie die Dämmplatte mit Druck an den Untergrund. Um Dellen in der Plattenoberfläche zu verhindern, empfehlen wir Ihnen den Einsatz eines größeren Reibebretts zum Andrücken.

Achten Sie beim Kleben der Dämmplatten auf einen Versatz von mindestens 15 cm zwischen den Platten angrenzender Reihen. 

9. Mineraltherm um Fenster und Türen kleben

Hier sehen Sie ein fertig gedämmtes Fenstern mit den L-förmig ausgeschnitten Dämmplatten.  

10. Mineraltherm unter Fensterbank schieben

Im allen Eckbereichen von Fenstern und Türen wird die Dämmplatte wie auf unseren Bild zu sehen, L-förmig ausgeschnitten. Die Breite eines Schenkels soll dabei mehr als 10 cm betragen.
Beim seitlichen Einsetzen an Fensterbänken ist das Fensterbank-Endstück in der Dämmplatte entsprechend auszuklinken. D. h. für das umlaufende Fugendichtband an der Fensterbank sollten ca. 5 mm berücksichtigt werden.  

11. Mineraltherm Versatz an Außen- und Innenecken

An Innen- und Außenecken werden die Mineralwoll-Dämmplatten verzahnt gesetzt.

12. Armierungsspachtel auftragen

Nach dem Dübeln der Fläche können Sie mit dem Auftragen der Armierungsspachtel beginnen. Arbeiten Sie von oben nach unten. So verhindern Sie ein Verschmutzen durch herabfallenden Klebespachtel auf eine bereits fertiggestellte Fläche. Tragen sie den frisch angerührten Baumit Klebespachtel flächig auf die Dämmplatte auf. Mit einer 10 mm Zahntraufel kämmen sie anschließend die Fläche auf. Dies hilft Ihnen, den Klebespachtel gleichmäßig auf der gesamten Fläche aufzutragen.

13. Mineraltherm Armierungsgewebe einbetten

Anschließend legen Sie das zugeschnittene Baumit Armierungsgewebe in den frischen Spachtel ein. Mit der Zahntraufel können Sie das Gewebe leicht in die frische Spachtelung „einbügeln“.

14. Mineraltherm Armierungsspachtel kantenfrei abziehen

Mit einem Flächenglätter können Sie die Fläche mit dem eingebetteten Gewebe sauber abziehen. Da Sie mit dem abschließenden Oberputz keine Unebenheiten mehr ausgleichen können, sollten Sie die Fläche möglichst gleichmäßig verspachteln.

Sollten doch einmal Grate und Kanten stehen bleiben, können Sie diese nach dem Abtrocknen des Klebspachtels vor dem Auftragen des Oberputzes abstoßen.     

15. Mineraltherm Pressspachtelung an Innenecken

An Innenecken sollte Sie eine Gewebebahn möglichst überlappend einsetzen. Dies verhindert mögliche Rißbildung in den Innenecken. Gewebebahnen untereinander werden immer mit einer Überlappung von 10 cm eingesetzt. Sie können die benötigte Überlappung beim Baumit Armierungsgewebe leicht am schwarzen Streifen am Geweberand erkennen. Ebenfalls mit Überlappung ist beispielsweise am Eckprofilwinkel, am Sockelabschlußprofil oder an Anputzleisten zu arbeiten.  

Fragen und Antworten

Fördert eine Fassadendämmung die Schimmelbildung?

Im Zusammenhang mit der Fassadendämmung zur Energieersparnis und Senkung der Heizkosten taucht häufig die Frage auf, ob eine Dämmung die Schimmelbildung fördert und das Risiko feuchter Wände erhöht. Dies ist nicht der Fall, denn die Feuchtigkeit der Raumluft schlägt sich in den Bereichen nieder, wo sie auf kalte Flächen trifft. Das beste Beispiel sind Fenster, die im Winter zu Schimmelbildung in den Ecken und Laibungen neigen. Eine fachkundig angebrachte Wärmedämmung ist in Kombination mit dem richtigen Lüften eine effektive Maßnahme gegen Schimmel und schont obendrein den Geldbeutel. Durch die Dämmung wird die Innentemperatur der Außenwände erhöht und Schimmelbildung effektiv vorgebeugt.


Rechnet sich eine Fassadendämmung?

Die Fassadendämmung rechnet sich bei allen Objekten, in denen aufgrund der älteren Baumaterialien oder ihres langen Bestands viel Energie nach außen dringt. Auch wenn die Kosten auf den ersten Blick wie eine finanzielle Mehrbelastung erscheinen, lässt sich entweichende und somit mehr verbrauchte Energie durch eine Dämmung vermeiden. Ein weiterer Vorteil im Hinblick auf die Effizienz einer Fassadendämmung ist die Tatsache, dass zur Schimmelbeseitigung ergriffene Maßnahmen vermieden und somit Kosten gespart werden können. Schimmel tritt dort auf, wo warme und feuchte Raumluft auf kalte Areale und somit auf nicht gedämmte Außenwände oder Decken auftrifft. Steigende Energiekosten tun ihr übriges zur Dämmeffizienz.


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