baumit-selbermachen.de

Baumit baumit-selbermachen.de

Haftspachtelung

Haftspachtelung

Haftspachtelung

Einfach

ca. 10 bis 15 Min. pro lfm

Checkliste

Werkzeug

  • Cuttermesser
  • Mörtelkübel
  • Zahntraufel 10 mm
  • Elektrisches Rührwerk
  • Baumit empfiehlt den Einsatz von professionellen Werkzeugen wie dem Collomix Xo 4 mit 2-Gang Rührwerk und 1300 Watt für bis zu einer Mischmenge von 65 Liter. Mit dieser Qualität Made in Germany arbeiten auch unsere Vorführmeister.

  • Maurerkelle
  • Ob Sie eine Kelle mit Softgriff oder Holzgriff bevorzugen, ist eine persönliche Entscheidung. Für Heimwerker die öfters eine Kelle einsetzen ist ein Softgriff mit Fingerschutz alerdings eine sehr praktische Sache. Achten Sie in jedem Fall auf eine rostfreie Ausführung. 

  • Glättkelle (rostfrei)
  • Meterstab

Der Untergrund muss trocken, frei von Staub, Schmutz und andere haft-mindernden Rückständen sein. Die zu verspachtelnde Dämmplatte (gewaffelte XPS, Holzwolle-Leichtbauplatte HWL, o. ä.) muss fest am Untergrund haften.

Die Arbeiten dürfen nur bei Temperaturen über 5 °C (Umgebungs- und Bauteiltemperatur) und möglichst nicht über 30 °C ausgeführt werden. Klebespachtel ist ein Zementprodukt und damit alkalisch. Schützen Sie sich mit entsprechender Arbeitskleidung (Handschuhe, Brille, etc.). Achten sie auf Ihre eigene Sicherheit beim Arbeiten an der Fassade. Verwenden Sie geeignete Steighilfen wie Leitern oder Arbeitsgerüste.

 

1. Klebespachtel Allround anrühren

Zum Anmischen des Klebespachtel Allround füllen Sie einen Mörtelkübel mit Anmachwasser. Die empfohlene Wassermenge finden Sie auf der Rückseite des Sacks. Anschließend geben Sie den Klebespachtel Allround hinzu und rühren ihn solange durch, bis eine homogene, knötchenfreie Masse entsteht. Hierfür eignet sich ein elektrischer Rührwerk besonders gut. 

2. Klebespachtel auf Panzereckwinkel auftragen

Ziehen Sie den frischen Klebespachtel ca. 3 mm dick auf die Dämmplatte auf. Dabei soll die Dämmplatten oben und unten mindestens 10 cm überlappt verspachtelt werden.

3. Armierungsgewebe in frischen Spachtel legen

Legen sie in den frischen Klebespachtel ein zugeschnittenes Stück Armierungsgewebe ein. Achten Sie auch hier wieder auf die obere und untere Überlappung von mindestens 10 cm.

4. Gewebe einbetten

Betten Sie das Gewebe vollflächig in die Spachtelung ein. Sollte das Material auf der Wand dafür nicht ausreichend, tragen Sie einfach weiteren Spachtel auf. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Gewebe komplett in der Spachtelung liegen und nicht mehr zu sehen sein.
Wenn Sie mehrere Gewebebahnen verwenden, sind diese untereinander mit 10 cm Überlappung einzusetzen.

5. Überlappende Gewebebahn in Innenecken

Innenecken werden mit einer die Ecke überlappenden Gewebebahn verspachtelt. Drücken dabei das Gewebe mit der Glättkelle bündig in die Ecke.    


als PDF downloaden

Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


Frage stellen

Verwandte Anleitungen