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Anputzleisten anbringen

Vorbereitung Außenputz

Vorbereitung Außenputz

Mittel

Ca. 5 bis 10 Min. pro Stück

Checkliste

Werkzeug

  • Mörtelkübel
  • Gehrungsschere
  • Maurerkelle
  • Ob Sie eine Kelle mit Softgriff oder Holzgriff bevorzugen, ist eine persönliche Entscheidung. Für Heimwerker die öfters eine Kelle einsetzen ist ein Softgriff mit Fingerschutz allerdings eine sehr praktische Sache. Achten Sie in jedem Fall auf eine rostfreie Ausführung. 

  • Schutzfolie
  • Wasserwaage 40 cm
  • Stabila Wasserwaage 80A mit 40 cm Länge

Entfernen Sie bei neuen Fenstern den Schutzstreifen mit den neue Fenster in der Regel ausgeliefert werden. Anschließend reinigen Sie das Fensterprofil gründlich und reiben es trocken.
 

1 . Anputzleisten zuschneiden

Schneiden Sie die Putzleiste mit einer Metall- oder Gehrungsschere auf die benötigte Länge zu.

2 . Klebeband entfernen

Auf der Rückseite der Anputzleiste ist ein Klebestreifen angebracht, mit dem Sie die Anputzleiste auf den vorbereiteten Fenster- oder Türrahmen aufkleben können.

Des weiteren besteht die Anputzleiste aus einer Kunststofflippe auf der (durch gelbes Schutzpapier geschützt) ein weiterer Klebestreifen aufgebracht wurde. An diesem können Sie später die Schutzfolie des Fensters / Tür ankleben. Nach Abschluss der Arbeiten wird diese Kunststofflippe abgebrochen.

3 . Anputzleiste ankleben

Ziehen Sie ca. 10 cm des Schutzpapiers auf dem Klebestreifen ab und setzen die Anputzleiste auf dem Fensterbank-Endstück an.

Die Anputzleiste soll so platziert werden, dass nach abbrechen der Kunststofflippe die so entstehende Kante mit der Kante des Fensterbank-Endstücks abschließt.

4 . Lage prüfen

Richten Sie die Anputzleiste mit einer Wasserwaage korrekt aus. Halten Sie diese so ausgerichtet mit leichtem Druck fest.    

5 . Klebeband vollständig entfernen

Mit der freien Hand können Sie nun den Schutzstreifen komplette abziehen. Drücken Sie im Anschluss die Anputzleiste fest auf den Untergrund.

6 . Wiederholung der Arbeitsschritte

Wiederholen Sie die eben beschriebenen Arbeitsschritte auf der zweiten Seiten, sowie abschließend im oberen Bereich von Fenstern und Türen.

7 . Fertig geklebte Anputzleisten

Alle Anputzleisten sind angeklebt. 

8 . Kleber für Abklebefolie abziehen

Nun können Sie den gelben Schutzstreifen auf der Kunststofflippe abziehen. Im Anschluss wird hier die Schutzfolie aufgeklebt.

9 . Folie ansetzen

Setzen Sie nun die zugeschnittene Schutzfolie an. So ist das Fenster oder die Türe vor Verschmutzung durch die nachfolgenden Verputzarbeiten gesichert.

10 . Folie rundherum festdrücken

Achten Sie darauf, dass die Schutzfolie rund herum auf dem Klebestreifen haftet. 

Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


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