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Lot- und fluchtgerecht mit Putzschienen

Um Kanten und Ecken zu schützen, werden vor dem Auftragen des Fassadenputzes rostfreie Eckschutzschienen gesetzt. Dabei können nach Belieben Eckschutzprofile eingesetzt werden, bei denen die Sichtkante mit einer Kunststoffbeschichtung überzogen ist oder Metallprofile, welche komplett überputzt werden. Gleiches gilt für Sockelabschlussprofile, welche mit einer Tropfkante für einen sauberen Abschluss zum Sockel dienen.
 
Schnellputzleiste
 
Für Heimwerker, die noch keinen Putz flächig aufgetragen haben, empfiehlt sich die Verwendung von rostfreien Schnellputzleisten. Diese gibt es in verschiedenen Putzstärken und helfen beim gleichmäßigen und exakten Einhalten der vorgesehenen Putzdicke. Sie werden in einem Abstand von 60-80 cm auf das Mauerwerk gesetzt und mit Richtscheid und Wasserwaage exakt ausgerichtet. Später wird der Putz auf der hervorstehenden Kante sehr einfach lot- und fluchtgerecht abgezogen. Hier finden Sie die Schritte für die richtige Verarbeitung von Eckschienen und Schnellputzleisten.
 
Zum Setzen der Profile oder auch zum Fixieren von Steckdosen o.ä. im Außenbereich empfehlen wir Baumit Eckschienenmörtel Fix, welcher für innen und außen eingesetzt werden kann.
 
 


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Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


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