baumit-selbermachen.de

Baumit baumit-selbermachen.de

Sockelanschluss an Sockeldämmplatte

Sockeldämmplatten anbinden

Sockeldämmplatten anbinden

So binden Sie eine Sockel- und Perimeterdämmplatte an eine Putzfassade an
In der Praxis kommt es regelmäßig vor, dass das Mauerwerk im Keller etwas schmaler gebaut wird als am restlichen Haus darüber. Diese Bauweise wird häufig umgesetzt, wenn der Keller nicht als hochwertiger Wohnraum genutzt wird (Kalträume wie Lager, Garage etc.) und daher geringere Anforderungen an die Dämmung der Außenwand gestellt werden.


Beispielweise könnte der Keller aus Kalksand- oder Betonsteinen gemauert worden sein und darüber wurde mit hochwärmedämmenden Ziegelmauerwerl weiter gearbeitet. Dabei wird das aufsteigende, hochwärmedämmende Ziegelmauerwerk bewusst so ausgeführt, dass es etwas über die Kellergeschossdecke übersteht. Dieser Versatz wird, wie nachfolgend beschrieben, mit einer Sockel- und Perimeterdämmplatte ausgeglichen.

Die Dämmung in diesem Bereich ist notwendig, um den Übergang von der gedämmter Kellergeschoßdecke und dem Mauerwerk im Erdgeschoss vom Kellermauerwerk zu isolieren und damit Wärmebrücken zu verhindern.


Für den fachgerechten und dauerhaften Anschluss gehen Sie wie folgt vor
Führen Sie die Bauwerksabdichtungsarbeiten aus wie unter „Bauwerksabdichtung“ beschrieben. Da auf die Dichtschlämme flexibel im nächsten Schritt die Perimeterdämmplatte geklebt wird, verzichtet man auf den Spritzbewurf als Haftbrücke auf der zweiten Lage Dichtschlämme flexibel.

Sockel- und Perimeterdämmplatte

Schneiden Sie zuerst die Sockeldämmplatte (1)  am unteren Ende in einem 45° Grad Winkel zu. Kleben Sie die so vorbereitete Sockeldämmplatte mit Baumit Klebespachtel Allround (2)  vollflächig auf die getrocknete Dichtschlämme flexibel auf. Wir empfehlen dafür, die Klebespachtel Allround mit einer 10 mm Zahntraufel vollflächig auf den vorbereiteten Untergrund aufzutragen. Die Dämmplatte kleben Sie anschließend in den frischen Mörtel.

Nach einer Trocknungszeit von mindestens einem Tag, tragen Sie Klebespachtel Allround (3) vollflächig mit der Zahntraufel auf die Sockeldämmplatte auf. Ziehen Sie den Spachtel nicht glatt ab, sondern belassen ihn in der Zahnspachteloptik. Diese Spachtelung dient später als Haftbrücke und garantiert einen optimalen Halt des anschließenden Sockelputzes auf der Perimeterdämmplatte.

Nach einer weiteren Trocknungszeit von mind. 3 Tagen können Sie den Sockelputz (4) in einer Putzdicke von ca. 15 bis 18 mm auftragen. Dabei wird der Sockelputz 10 cm über den oberen Abschluss der Dämmplatte bis auf das Ziegelmauerwerk aufgetragen, bzw. mindestens 30 cm über die spätere Geländeoberkante geführt.

Achtung: Nicht jede Sockeldämmplatte ist verputzbar.
Achten Sie auf die Kennzeichnung WAP. Auf glatt geschäumten XPS-Platten (Oberfläche) findet der Klebespachtel keinen optimalen Halt und löst sich sehr schnell. Verwenden Sie nur XPS-Platten mit gewaffelter Oberfläche. Wir empfehlen Ihnen die Sockel- und Perimeterdämmplatte von Baumit. Diese besteht aus Polystyrol und ist bis zu einer Tiefe von 3 m im erdberührtem Bereich geprüft, zugelassen und verputzbar.

Optimaler Schutz im Stoßbereich
Im Stoßbereich zwischen der Oberkante Dämmplatte und dem Ziegelmauerwerk besteht durch den Materialwechsel die Gefahr von Rissbildungen. Aus diesem Grund wird im nächsten Arbeitsschritt eine Gewebespachtelung mit Klebespachtel Allround (5) und Baumit Armierungsgewebe in einer Dicke von ca. 3 mm auf den getrockneten Sockelputz aufgetragen. Im Stoßbereich ist darauf zu, dass zwischen Dämmplatte und Mauerwerk eine Überlappung von mind. 10 cm eingehalten wird.


Am unteren Ende der Dämmplatte wird die Gewebespachtelung mindestens 10 cm bis auf die Bauwerksabdichtung (Dichtschlämme flexibel) geführt. Das Armierungsgewebe soll vollflächig in der Spachtelung eingebettet, nicht zu sehen sein und auch nicht unten herausschauen.


Untergrund für den Oberputz richtig vorbereiten
Die Gewebespachtelung stellt die Basis für die folgende Endbeschichtung dar, daher sollte diese ebenmäßig und kantenfrei verarbeitet werden. Möchten Sie den Sockel anschließend lediglich mit einem Anstrich versehen, können Sie die Spachtel abschließend mit einer Schwammscheibe filzen sobald der Spachtel oberflächig angezogen hat.


Möchten Sie abschließend einen Dekorputz (z.B. Mosaikputz, Silikatputz oder Silikonharzputz) auftragen, ziehen Sie die Spachtel eben und kantenfrei ab und grundieren den abgetrockneten Spachtel mit einem einfachen Anstrich mit der Baumit Universalgrundierung (6). Abschließend können Sie nun Ihren ausgewählten Dekorputz (7) auftragen.


Sockelputz

 


als E-Mail verschicken

Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


Frage stellen

Anleitungen