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Putze für schweres Mauerwerk

Z.B. Kalksandstein, Beton und Naturstein

Z.B. Kalksandstein, Beton und Naturstein

Steinarten wie Kalksandstein, Betonstein, Beton, Naturstein, Klinker aber auch viele Altziegel weisen meist eine Wärmeleitzahl > 0,12 W/(mK) auf.  Bei diesen Wandbildnern werden keine zusätzlichen Anforderungen an der Unterputz gestellt. Es können daher die folgenden Außenputze von Baumit eingesetzt werden:

 
Die Angaben zur Wärmeleitfähigkeit finden Sie in den Unterlagen der jeweiligen Steinhersteller. Sollten Sie sich einmal nicht sicher sein, verwendet Sie besser einen Leichtputz (Kalkzementputz Leicht, Leichtsockelputz). Durch ihre speziellen Eigenschaften dürfen Leichtputze auch auf diesen Untergründen eingesetzt werden, während herkömmliche Kalkzementputze auf Leichtmauerwerk zu Putz- und Mauerwerksschäden führen können. 
Bitte beachten Sie im Außenbereich die aktuelle Energieeinspar-Verordnung (EnEV). Des Weiteren handelt es sich bei unseren Beispielen häufig um stark saugende Steine (z.B. Kalksandstein) oder um nicht bzw. schwach saugende Untergründe (z.B. Natursteine, Beton, Klinker) Lesen Sie hierzu bitte die entsprechenden Hinweise zur Untergrundvorbereitung.
 


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Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


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