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Der passende Putz für Ihr Mauerwerk

Auf die richtige Auswahl kommt es an

Auf die richtige Auswahl kommt es an

Das Angebot an Steinen für tragende Außenwände ist heute enorm breit und vielseitig. Es bietet für viele Bedürfnisse das richtige Produkt. Beispielhaft möchten wir hier nennen:

  • Poroton
  • Porenbeton (z.B. Ytong)
  • Kalksandstein
  • Bimsstein
  • Blähtonsteine
  • Betonsteine

Die verschiedenen Steinarten unterscheiden sich deutlich bezüglich ihrer Festigkeit, des Saugverhaltens oder der Wärmeleitfähigkeit. Diesen Unterschieden muss ein Außenputz Rechnung tragen und entsprechende Produkteigenschaften aufweisen.

Bessere Steine - bessere Außenputze
In den letzten Jahren hat es enorme Entwicklungen in der Steinentwicklung gegeben. Angespornt von den gestiegenen Anforderungen an die Wärmedämmleistung eines Gebäudes haben die Steinhersteller all Ihre Innovationskraft eingesetzt, um immer bessere Steine auf den Markt zu bringen. So gibt es heute eine breite Auswahl an Mauersteinen, welche eine Wärmeleitzahl von 0,07 bis 0,10 W/mK erreichen. Mit der Dämmleistung der Steine sind jedoch auch die Anforderungen an den Außenputz gestiegen. Dies führte auch in der Putzindustrie zu neuen Produkten. Nur mit dem passenden Putz haben Sie lange Freude an einer neuen Putzfassade.
 
In den folgenden Beiträgen möchten wir Sie bei der Auswahl der richtigen Putze unterstützen und Ihnen gleichzeitig einige Hintergründe zum Verputzen von Fassaden oder Wänden erläutern.
 


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Fragen und Antworten

Warum ist die Einhaltung der Standzeit so wichtig?

Durch das Schwindverhalten von Zement entsteht in der frischen Grundputzlage eine Spannung, welche sich über den Trocknungszeitraum langsam abbaut. Würde man den Oberputz zu schnell aufbringen, kann sich die Spannung auf den Oberputz übertragen und Risse wären die Folge. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Erhärtung (Karbonisation) komplett abgeschlossen ist, bevor eine Beschichtung (Oberputz, Anstrich) aufgetragen wird. Andernfalls ist es möglich, dass nicht gebundener Kalk an der Oberfläche zu Ausblühungen oder Kalkschleiern führt. Beide Schadensbilder lassen sich durch die Einhaltung der Standzeiten einfach und effektiv vermeiden.

Warum sind bei schwach bzw. nicht saugenden Untergründen Untergrundvorbereitungen erforderlich?

Mineralische Putze, wie Kalkzement-, Zement- oder auch Kalkputze werden mit Wasser entsprechend den Herstellerangaben angerührt, um Sie für die Verarbeitung vorzubereiten. Für bessere Verarbeitungseigenschaften wird dabei das Putzmaterial mit mehr Wasser angerührt als später im Putz für die Reaktion der Erhärtung benötigt wird. D. h. überschüssiges Wasser verdunstet während der Abtrocknung nach außen oder wird vom Mauerwerk aufgenommen und verdunstet später durch die Putzschicht hindurch. Bei nicht oder schwach saugenden Untergründen wird diese Feuchtigkeit nur in sehr kleinen Mengen oder gar nicht vom Untergrund aufgenommen. Dadurch kann sich der Putz nur ungenügend mit dem Untergrund verkrallen. Die Folge sind Haftungsprobleme, die zur Ablösung des Putzes führen können. Es ist sogar möglich, dass der frische Putz ohne Untergrundvorbereitung vom Untergrund abrutscht.


Warum wird vor dem Auftrag von Kalkputz auf glatten Untergründen, eine Haftspachtelung benötigt? Kann man nicht einfach eine Grundierung aufstreichen?

Kalkputze, wie auch Kalkzement- und Zementputze schwinden im Prozess der Austrocknung, d. h. sie ziehen sich etwas zusammen. Dadurch entsteht eine Spannung in der Putzschicht sowie zwischen Putz und Untergrund. 

Die meisten Grundierungen, wie zum Beispiel der Baumit Tiefengrund oder Betonkontakt sind auf Kunststoffbasis hergestellt. Nach dem Streichen trocknen diese eher glatt ab und bieten dem Putz nur unzureichende  Untergrundhaftung. Gleichzeitig erreicht eine übliche Grundierung nicht die erforderliche Eigenfestigkeit, um die auftretenden Spannungen durch den Putz aufzunehmen. Die Folge wären Risse und Ablösungen des Putzes vom Untergrund. 

Aus diesem Grund wird auf diesen Untergründen eine Haftspachtelung mit einem Kalkzementspachtel vorgegeben.


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