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Sanierputz

Sanierputz richtig verarbeiten

Sanierputz richtig verarbeiten

Mittel

10 - 20 Minuten pro m² (ohne Stand- und Trockenzeiten)

Checkliste

Werkzeug

  • Mörtelkübel
  • Pinsel oder Handbesen
  • Quast
  • Filzbrett weiß
  • Elektrisches Rührwerk
  • Baumit empfiehlt den Einsatz von professionellen Werkzeugen wie dem Collomix Xo 4 mit 2-Gang Rührwerk und 1300 Watt für bis zu einer Mischmenge von 65 Liter. Mit dieser Qualität Made in Germany arbeiten auch unsere Vorführmeister.

  • Maurerkelle
  • Ob Sie eine Kelle mit Softgriff oder Holzgriff bevorzugen, ist eine persönliche Entscheidung. Für Heimwerker die öfters eine Kelle einsetzen ist ein Softgriff mit Fingerschutz allerdings eine sehr praktische Sache. Achten Sie in jedem Fall auf eine rostfreie Ausführung. 

Der Untergrund muss trocken, rissfrei und frei von trennenden Bestandteilen (Schalöl, Staub, Moose und Algen o.ä.) sein. Alle Arbeiten dürfen nur bei Temperaturen von mindestens 5°C ausgeführt werden. Diese Temperatur wird an der Oberfläche des zu verputzenden Bauteils genommen und gilt auch für die ersten Trocknungstage. Angrenzende Bauteile sind vor Verschmutzung zu schützen.
Vermeiden Sie bei Temperaturen von über 30°C zu arbeiten. Beachten Sie die Hinweise in Technischen Merkblatt.

Achten sie auf Ihre eigene Sicherheit. Verwenden Sie geeignete Steighilfen wie Leitern oder Arbeitsgerüste. Tragen Sie entsprechende Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe, etc.
 

1. Feuchtigkeitsursache suchen und beseitigen

Vor der Sanierung des feuchten und versalzten Mauerwerkes müssen Sie zuerst die Feuchteursache ermitteln und beseitigen. Das Auftragen von Sanierputz ist ohne diese Ursachenbekämpfung häufig keine dauerhafte Lösung.

2. 1 m über Schadensgrenze markieren

Der Altputz muss bis 1 m über der Schadensgrenze entfernt werden. Messen Sie daher ab der oberen Schadensobergrenze, welche sich durch Salzausblühungen, Putz- und Farbabplatzungen zeigt und markieren Sie sich diesen Bereich.

3. Linie ziehen

Ziehen Sie sich mit Hilfe einer Wasserwaage eine gerade Linie über die betroffene Stelle.

4. Altputz mit Flex trennen

Für eine saubere Kante zwischen dem zu sanierenden Bereich und dem Altputz, trennen Sie beide Bereiche mit einem Schnitt mit einer Flex. Achten Sie dabei auf Ihren persönlichen Schutz mit Schutzbrille, Atemschutz, Handschuhe und entsprechend staubgeschützter Kleidung.

5. Alten Putz abschlagen

Schlagen Sie nun den alten Putz bis einen Meter über Schadensgrenze komplett ab.

6. Mürbe Mauerwerksfugen auskratzen

Mürbe Mauerwerksfugen 2 bis 3 cm auskratzen.

7. Wand säubern

Anschließend die Fläche mit einem Besen oder einem Staubsauger gut entstauben. Reinigen Sie die Fläche nicht mit Wasser, da sich so erneut Salze lösen und verstärkt an die Oberfläche wandern. 

Gegebenenfalls (je nach Witterung) sollten die Oberflächen 3 bis 6 Tage abtrocknen bzw. Innenräume gut durchlüftet werden.

8. Schutt entfernen

Der anfallende Bauschutt ist möglichst sofort zu entfernen. So verhindern Sie, dass bei feuchtem Wetter im abgeschlagenen Altputz vorhandene Salze gelöst und eventuell in das Mauerwerk einsickern können.

9. Saniervorspritzmörtel auftragen

Rühren Sie den Saniervorspritzmörtel nach Herstellerangaben an und werfen diesen z. B. mit einer Maurerkelle auf das Mauerwerk. Der Spritzbewurf bildet eine grobe, noppenartige Oberfläche und bietet dem nachfolgenden Putz somit eine gute Basis für eine optimale Anhaftung. Er sollte die Oberfläche zu ca. 50 % bedecken. 

 
Der Saniervorspritzmörtel muss nun 1 bis 2 Tage austrocknen. 

10. Sanierputz aufziehen

Der Sanierputz wird zweilagig aufgezogen. Die erste Lage mit einer Stärke von 10 bis 15 mm, die zweite Lage mit 10 mm. Um eine optimale Funktion zu gewährleisten, ist eine Mindestputzdicke von 20 mm, bei hoher Versalzung von 30 mm einzuhalten. 

 
Rühren Sie das Material mit einem Mörtelquirl an. In Abhängigkeit von der Außentemperatur kann der frische Mörtel bis zu 45 Minuten verarbeitet werden. Zum Auftragen des Sanierputzes empfiehlt sich eine Stahltraufel. 

11. Sanierputz glätten

Der aufgezogene Sanierputz wird im Anschluss mit einer Kartätsche glatt abgezogen. 

12. Aufrauen der ersten Sanierputzlage

Mit einem Straßenbesen wird im Anschluss die Oberfläche leicht aufgeraut. Dies verbessert die spätere Anhaftung der zweiten Sanierputzlage. 

13. Erst Sanierputzlage austrocknen und zweite Lage auftragen

Der aufgetragene Putz muss nun abtrocknen ehe die zweite Lage Sanierputz aufgezogen werden kann. Pro Millimeter Putzdicke benötigt er einen Tag Trocknungszeit. (Bei einer sehr hohen Salzbelastung im Mauerwerk kann es vorkommen, dass Salze die erste Putzlage durchschlagen und sich wieder als weiße Schleier zeigen. Kehren Sie diese einfach mit einem Besen herunter. Sie beeinträchtigen die Funktion des Sanierputzes nicht.)

 
Die zweite Putzlage kann nun ebenso wie die erste aufgetragen werden. Etwa zwei Stunden nach dem Auftrag kann diese mit einem Quast leicht angefeuchtet und dann mit einem Filzbrett gefilzt werden. 

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