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Kratzputz verarbeiten

Kratzputz richtig verarbeiten

Kratzputz richtig verarbeiten

Fortgeschrittene

2 Arbeitszeit + Trocknungszeit

Checkliste

Werkzeug

Produkte

Der Untergrund muss trocken, rissfrei und frei von trennenden Bestandteilen (Schalöl, Staub, Moose und Algen o.ä.) sein. Die Arbeiten dürfen nur bei Temperaturen über +5 °C (Umgebungs- und Bauteiltemperatur) und möglichst nicht über +30 °C ausgeführt werden. Mineralische Dekorputze sind zementhaltige Produkte und sind damit alkalisch. Schützen Sie sich mit entsprechender Arbeitskleidung (Handschuhe, Brille, etc.) Achten sie auf Ihre eigene Sicherheit beim Arbeiten an der Fassade. Verwenden Sie geeignete Steighilfen wie Leitern oder Arbeitsgerüste. 
 

1 . Anmischen

Zum Anmischen des Putzes füllen Sie einen Mörtelkübel mit Anmachwasser. Die empfohlene Wassermenge finden Sie auf der Rückseites des Sacks. Anschließend geben Sie den Putz hinzu und rühren ihn solange durch, bis eine homogene, knötchenfreie Masse entsteht. Hierfür eignet sich ein elektrischer Rührquirl besonders gut. Lassen Sie den angemischten Putz ca. 5 Minuten quellen. Er sollte nun abschließend nochmals durchgerührt werden. Je nach Witterung haben Sie ca. 30 bis 45 Minuten Zeit, den angemischten Putz zu verarbeiten.

2 . Verarbeitung

Ziehen Sie den Putz mit einer rostfreien Stahltraufel in Kornstärke auf den vorbereiteten Untergrund auf. 

3 . Putz gleichmäßig abziehen

Mit einer Kartätsche können Sie die Putzlage gleichmäßig in der gewünschten Dicke abziehen. Eine Erleichterung liefern Ihnen hier die gesetzten PVC-Kantenprofile.

Bei einem echtem Kratzputz mit 3 mm Körnung soll die Putzlage ca. 12 bis 15 mm betragen.

4 . Fertiggestellte Putzfläche abtrocknen

Lassen Sie nun den Kratzputz soweit antrocknen, dass Sie ihn mit dem Nagelbrett kratzen können ohne das der Putz schmiert. Beim Kratzen soll das überschüssige Material trocken herunterfallen und keine Klümpchen bilden. Je nach Witterung ist dies nach 3 bis 6 Stunden der Fall.

5 . Putz aufkratzen

Kratzen Sie den Putz mit einem Edelputzkratzer möglichst mit gleichmäßig, kreisenden Bewegungen auf eine Dicke von 8 bis 10 mm herunter.

6 . Fertige Fläche von Staub befreien

Nach der Fertigstellung können Sie mit einem Pinsel oder Handbesen die restlichen, lockeren Teile leicht abkehren.

Fragen und Antworten

Warum wird bei mineralischen Putzen ein Egalisationsanstrich empfohlen?

Ein Egalisationsanstrich hat in erster Linie die Funktion, einer unter Umständen eintretenden Schleierbildung auf mineralischen Putzen entgegenzuwirken. Schleier treten im Außenbereich auf und können durch ungleich saugende Untergründe, starken Wind, hohe Außentemperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung entstehen. Verantwortlich hierfür ist austretendes Calciumhydroxid, welches durch die zuvor genannten Gründe an die Putzoberfläche wandert und dort zu Calciumcarbonat (Kalkstein) wird. 


Warum sollte der Farbton nur bei Tageslicht gewählt werden?

Farben nehmen Licht auf, je nach Lichtquelle werden diese vom menschlichen Auge unterschiedlich wahrgenommen. Wir empfehlen daher die Farbauswahl bei natürlichem Tageslicht zu treffen. Hinweis: Ausdrucke oder Bildschirmansichten (z. B. via Smartphone oder Tablet) können vom original Farbton abweichen.


Warum wirkt Farbe / farbiger Putz mit jeder Struktur anders?

Durch unterschiedliche Strukturen kann der selbe Farbton auf Grund der Licht-Schatten-Wirkung heller oder dunkler wirken. So wirkt der Farbton bei einem glatten Untergrund heller als z. B. bei der Besentechnik. Das liegt daran, dass durch die Struktur ein Schatten entsteht. So wirkt der gleiche Farbton bei der Besentechnik dunkler.


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